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Mein Weg zum Teacherpreneur mit eduki, TPT und Co.

Aktualisiert: 21. Juli 2022


Warum ich Autorin für Unterrichtsmaterialien und Teacherpreneur geworden bin - meine persönliche Geschichte


PENG! SCHLUSS! ARBEITSLOS!

Es hat keine drei Tage gedauert, da waren alle meine Kurse weg. Eine Absage nach der anderen trudelte ein. Ersatzlos gestrichene Gruppenkurse, Nachhilfestunden, Einzeltrainings. Gut bezahlt und scheinbar sicher. Und über Nacht alle futsch.

Eine Lösung hätte sein können: ONLINE unterrichten. Aber meine Kunden wollten mich ja alle persönlich sehen! Microsoft Teams, Zoom Meetings und andere digitale Tools - selbst für viele meiner Firmenkunden war das damals noch Neuland! Also alles gestrichen. Und nein, es waren NICHT nur die altmodischen Lehrer von Vorgestern, die sich mit dem Distanzunterricht schwer taten. Wie oft wurde in der Corona-Krise auf die Lehrer geschimpft ... aber selbst größere mittelständische Unternehmen liebten ihre Konferenzräume mehr als den langweiligen Computer und sagten Weiterbildungen und Sprachkurse lieber ab, als eine Alternative zu finden.


Also erst mal alles auf Eis gelegt. Quasi über Nacht war ich arbeitslos. Nix zu tun. Auf meinem Dorf eingesperrt. Zwangspause.



EIN LICHTBLICK

Schon ein Jahr vor dem "großen Crash" hatte ich nebenbei begonnen, meine Unterrichtsmaterialien bei eduki hochzuladen. Anfangs zwar mit mäßigem Erfolg, aber zumindest so, dass die Krankenkasse bezahlt war. Das war ja schon mal was. Plötzlich hatte ich viel Zeit, mich mit meinem Autorenshop zu beschäftigen, mit Instagram, Facebook und Pinterest. Ich baute mir diese Homepage komplett selbst, investierte hunderte an Euro in Cliparts, Webinare und Bücher und legte richtig los. Was hätte ich auch sonst machen sollen?


Nach in paar Monaten zeigten sich die ersten Erfolge. Mein eduki Shop wuchs und wuchs und aus einem Hobby wurde ein ordentliches Business. Gleichzeitig machte ich mich auf die Suche nach weiteren Plattformen, auf denen ich meine Unterrichtsmaterialien verkaufen könnte. Wenn man sich einmal die Mühe gemacht hat, dann macht es ja schon Sinn, auf so vielen Seiten wie möglich aktiv zu werden. Ich meldete mich überall an, wo es nur ging und lud hoch. Und lud hoch. Und lud hoch. Das Ergebnis war teilweise enttäuschend, teilweise berauschend, Und manche Plattformen gibt es mittlerweile nicht mal mehr. Pleite gegangen. Und meine schöne Arbeit auch dahin... aber na ja... versucht hab ich's und einigen Marktplätzen bin ich immer noch treu geblieben.



WAS ICH GELERNT HABE


Kennst du sie, diese oberflächlichen Motivationssprüch wie "Übung macht den Meister" oder "Glaub an dich, dann wird alles gut!"? Mir waren sie schon immer suspekt. Denn zwei Begriffe kommen dabei irgendwie nie vor: Arbeit und Rückschläge.


Wie viele Stunden ich da gesessen habe - bis tief in die Nacht hinein hab ich geklickt und sortiert, geschrieben und überlegt, recherchiert und irgendwann bin ich fix und fertig eingeschlafen. Man kann es nicht schön reden: zu jedem erfolgreichen Geschäft gehört Arbeit. Wer einem etwas anderes einreden will, ist für mich ein Scharlatan.


Und das mit den Rückschlägen - na das kommt auch irgendwann. Das kommt zum Beispiel, wenn man drei Tage lang ununterbrochen an einer Unterrichtseinheit gesessen hat und die dann hochlädt und dann... na dann passiert nix. Also gar nix. Dann ändert man noch mal die Beschreibung, macht Werbung bei Instagram oder lässt sich sogar dazu verleiten, für Werbung zu bezahlen. Sinnlos! 30 Euro bei Facebook ausgegeben. Für 1300 views, 3 Klicks und Null Verkäufe. So kann man sein Geld verbrennen.


Der Weg zum Teacherpreneur ist anstrengend. Und man kann dabei ziemlich viel Mist bauen. Oder aus unerklärlichen Gründen kauft niemand dieses Material, an dem man so lange gearbeitet hat. Dann hilft nur eins: weitermachen. Augen zu und durch.



DER DUFT DER FREIHEIT