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Blog für Lehrkräfte, Referendare und Eltern - Unterrichtsmaterialien Tipps und Ideen für den Schulalltag

In meinem Blog findest du eine bunte Mischung aus hilfreichen Tipps, kreativen Ideen und spannenden Einblicken, die dir den Schulalltag erleichtern und bereichern können. Egal, ob du nach pädagogischen Anregungen, praktischen Unterrichtsmaterialien oder Motivationsideen für deine Schüler suchst – hier wirst du fündig!

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Deine Cindy Seidler von Better Teaching Resources

Affirmationskarten für Kinder: sinnvoll in der Grundschule einsetzen

1. Jan. 2024
12 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Sept.


Affirmationskarten für Kinder in der Grundschule sinnvoll einsetzen
Affirmationskarten in der Grundschule sinnvoll einsetzen - wie es gelingen kann.

Affirmationskarten für Kinder - sinnvoll einsetzen und mit Klassenmaskottchen kombinieren

Affirmationskarten für Kinder in der Grundschule sinnvoll einsetzen


Vier Grundregeln für Affirmationskarten in der Grundschule

1. freiwillig statt verpflichtend · 2. glaubwürdig statt übertrieben · 3. konkret statt allgemein · 4. im Gespräch begleitet statt nur vorgelesen.

Affirmationskarten können im Schulalltag gute Gesprächs- und Reflexionsanlässe bieten – vor allem dann, wenn die Aussagen verständlich, glaubwürdig und freiwillig genutzt werden. Entscheidend ist nicht der schöne Spruch auf der Karte, sondern das Gespräch darüber, was er für das einzelne Kind bedeutet.


Aber so wie jedes Unterrichtsmaterial, so wie jede gut gemeinte Unterstützung und wie überhaupt alles, was die Pädagogik je "erfunden" hat, so haben auch positive Affirmationen ihre Grenzen.


In diesem Blogbeitrag werde ich dir praktische und leicht umsetzbare Ideen für den Einsatz von Affirmationskarten im Unterricht geben und aufzeigen, wann solche Kärtchen sinnvoll sind und wann nicht.


Außerdem werde ich dir eine neue Materialreihe vorstellen, die das Konzept der positiven Affirmationskarten mit Klassenmaskottchen in Verbindung bringt. Im Mittelpunkt wird dabei ein Esel stehen. Ja - du hast richtig gelesen! Der Esel als Klassentier ist in den Grundschulklassen wieder beliebt und gehört bei vielen meiner Leserinnen und Leser zum täglichen Schulalltag. Nicht nur die stolzen Besitzer eines kuscheligen Eselmaskottchens, sondern alle, die ein Herz für dieses niedliche Bauernhoftier haben, können sich am Ende dieses Blogbeitrages über eine kleine Überraschung freuen!


Blogübersicht

Dieser Beitrag zur Verwendung von Affirmationskarten ist sehr vielschichtig und wird deshalb etwas umfangreicher. Die wichtigsten Abschnitte habe ich dir deshalb noch einmal in einer Blogübersicht aufgelistet:


  1. Was sind Affirmationskarten und warum sind sie so wichtig?

  2. Wie können Affirmationskarten die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern fördern?

  3. Wie kann man Affirmationskarten in der Grundschule sinnvoll einsetzen und wie finden sie ihren Platz im Schulalltag?

  4. Wann ist es sinnvoll, Affirmationskarten selbst gestalten zu lassen?

  5. Welche Rolle hat die Lehrkraft bei der Arbeit mit Affirmationskarten im Unterricht?

  6. Wann kann die Arbeit mit Affirmationskarten im Unterricht herausfordernd werden?

  7. Wo liegen die Grenzen von Affirmationskarten und wann haben sie keinen Nutzen - oder schaden sogar?

  8. Wie kann man Affirmationskarten in der Grundschule mit dem Klassenmaskottchen verbinden?

  9. Kostenlose Affirmationskarten für die Grundschule - mit dem Klassentier Esel / Eselklasse

  10. Fazit und kritische Gedanken zu Trends bei Unterrichtsmaterialien


Affirmationskarten in der Grundschule - Beispiel für die Eselklasse Klassentier Esel
Affirmationskarten in der Grundschule - Beispiel für die Eselklasse

Was sind Affirmationskarten und warum sind sie nützlich?


Affirmationskarten sind kleine Karten, die positive Aussagen oder Bestätigungen, sogenannte Affirmationen, enthalten. Diese Aussagen sind in der Regel in der ersten Person und in der Gegenwartsform formuliert und dienen dazu, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und positive Denkmuster zu fördern.


Affirmationen sollen den Blick auf Stärken, Handlungsmöglichkeiten und ermutigende Gedanken lenken. Im Unterricht sollten sie nicht als Wahrheit oder Versprechen präsentiert werden, sondern als Impuls: Passt dieser Satz zu mir? Wann könnte er mir helfen? Was würde ich anders formulieren?


Im schulischen Kontext können Affirmationskarten zum Nachdenken, Formulieren und Austauschen anregen. Sie ersetzen jedoch weder persönliche Gespräche noch konkrete Unterstützung, wenn ein Kind dauerhaft belastet ist oder Hilfe benötigt.


Was können Affirmationskarten im Schulalltag leisten – und was nicht?


Gut eingesetzte Karten können Kindern helfen, Gedanken in Worte zu fassen, eigene Stärken wahrzunehmen und unterschiedliche Sichtweisen miteinander zu besprechen. Der Nutzen hängt aber stark von Formulierung, Situation und Kind ab.


Selbstreflexion: Kinder können überlegen, welche Fähigkeiten sie bereits besitzen, worauf sie stolz sind und was sie noch lernen möchten.


Perspektivwechsel: Eine Karte kann dazu anregen, neben Schwierigkeiten auch eigene Möglichkeiten und nächste Schritte zu sehen.


Gefühle und Bedürfnisse benennen: Im Gespräch über eine Karte können Kinder ausdrücken, was ihnen leicht- oder schwerfällt und was sie gerade brauchen.


Austausch in der Gruppe: Gemeinsam besprochene Karten können Gesprächsanlässe für Wertschätzung, Unterschiede und ein respektvolles Miteinander liefern.


Kurze Unterbrechung im Schulalltag: Eine passende Karte kann helfen, innezuhalten und eine Situation neu zu betrachten. Sie sollte dabei nie als Ersatz für Unterstützung bei anhaltender Belastung verstanden werden.


Affirmationskarten sind damit kein pädagogisches Wundermittel. Richtig eingesetzt sind sie ein niedrigschwelliger Impuls für Sprache, Reflexion und wertschätzende Gespräche.


Affirmationskarten im Schulalltag: 6 praktische Einsatzideen


Affirmationskarten müssen nicht jeden Tag zum festen Ritual werden. Oft reichen ausgewählte Situationen, in denen Kinder freiwillig eine Karte nutzen, über eine Formulierung nachdenken oder einen eigenen hilfreichen Satz entwickeln.

  1. Morgenkreis: Lege einige Karten aus und lass Kinder freiwillig eine Aussage auswählen. Wer möchte, kann erklären, warum der Satz gerade passt – Vorlesen vor der ganzen Klasse ist kein Muss.

  2. Übergänge und herausfordernde Situationen: Vor einer Präsentation, einem Test oder nach einem Konflikt kann eine passende Karte als kurzer Gesprächs- oder Denkimpuls dienen.

  3. Einzelreflexion: Kinder wählen eine Karte, markieren ein wichtiges Wort oder formulieren den Satz so um, dass er für sie glaubwürdig und hilfreich klingt.

  4. Partner- und Gruppenarbeit: Zwei oder drei Formulierungen vergleichen und besprechen: Welche Aussage hilft wirklich? Welche klingt zu groß oder unpassend?

  5. Persönliche Ziele: Eine Karte mit einem konkreten nächsten Schritt verbinden, zum Beispiel: „Ich traue mich, heute einmal nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstehe.“

  6. Eigene Affirmationskarten gestalten: Kinder entwickeln selbst Sätze, die zu ihren Stärken, Wünschen und aktuellen Herausforderungen passen. Dabei sind realistische und respektvolle Formulierungen wichtiger als besonders große Versprechen.


Affirmationskarten selbst gestalten: Wann ist das sinnvoll?


Hübsche Vorlagen für Affirmationskarten findet man mittlerweile recht häufig im Internet - als PDF zum Download oder als fertig gedruckte Karten. Manchmal aber ist es sinnvoller, solche positiven Affirmationen von den Kindern selbst erstellen bzw. um eigene Gedanken ergänzen zu lassen.


Diese individuelle Beschäftigung der Kinder mit den Affirmationskarten hat mehrere Vorteile:


  1. Persönliche Relevanz: Wenn Kinder ihre eigenen Affirmationen erstellen, können sie Aussagen wählen, die für sie persönlich relevant und bedeutungsvoll sind. Dies kann dazu beitragen, dass die Affirmationen stärker resonieren und effektiver sind.

  2. Kreativer Ausdruck: Die Gestaltung von Affirmationskarten kann eine kreative Aktivität sein, die den Kindern die Möglichkeit gibt, sich auszudrücken und personalisierte Karten zu erstellen.

  3. Eigentum und Engagement: Kinder, die ihre eigenen Affirmationskarten erstellen, können ein stärkeres Gefühl des Eigentums und der Verbindung mit den Karten entwickeln. Dies kann dazu beitragen, ihr Engagement und ihre Motivation zur Nutzung der Karten zu erhöhen.

  4. Förderung von Reflexion und Selbstbewusstsein: Allein schon der Prozess der Erstellung von Affirmationskarten kann die Kinder dazu anregen, über ihre Stärken, Werte und Ziele nachzudenken - und sich selbst zu verstehen ist immer die Basis für die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.


Am Ende dieses Blogbeitrages findest du ein kostenloses Set mit niedlichen Affirmationskarten für die Eselklasse. Darin enthalten sind auch leere Vorlagen - Karten, die mit eigenen positiven Gedanken und Vorsätzen zum Leben erweckt werden können.


Spruch über Affirmationen - steinige Wege führen zu spannenden Orten
Steinige Wege führen zu spannenden Orten - nicht nur für Esel!

Welche Rolle hat die Lehrkraft bei der Arbeit mit Affirmationskarten im Unterricht?


Achte als Lehrkraft bei der Nutzung von Affirmationskarten auf folgende Punkte:


Unterstützung und Anleitung:


Gib den Kindern verständliche Beispiele und unterstütze sie bei Bedarf beim Formulieren eigener Sätze. Eine Affirmation muss nicht besonders groß oder unbedingt in der Gegenwartsform klingen. Wichtiger ist, dass das Kind die Aussage versteht, sie glaubwürdig findet und sie auch ablehnen oder verändern darf.


Respektiere die Individualität deiner Schülerinnen und Schüler: Jedes Kind ist einzigartig, und ihre Affirmationskarten sollten dies widerspiegeln. Respektiere die individuellen Entscheidungen und die Kreativität jedes Kindes und vermeide Vergleiche oder Wettbewerbe. Hier kommen auch die Wertvorstellungen der Familie und des sozialen Umfelds des Kindes ins Spiel.


Schaffe eine sichere und unterstützende Umgebung: Einige Kinder könnten sich unsicher oder selbstbewusst fühlen, wenn sie ihre Affirmationen mit anderen teilen. Schaffe eine sichere und unterstützende Umgebung, in der alle Kinder sich wohl fühlen, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.


Biete passende Gelegenheiten statt Pflicht-Routinen: Manche Kinder nutzen eine Karte gern häufiger, andere nur in bestimmten Situationen. Beides ist in Ordnung. Entscheidend ist, dass aus einer freiwilligen Reflexionshilfe kein tägliches Ritual wird, bei dem Kinder persönliche Aussagen öffentlich teilen müssen.


Wann kann die Arbeit mit Affirmationskarten im Unterricht herausfordernd werden?


Es gibt - wie bei allen Unterrichtsmethoden - auch bei Affirmationskarten bestimmte Aspekte, die du beim Einsatz beachten solltest bzw. die den Erfolg beeinträchtigen könnten:



Hier sind einige Beispiele für Formulierungen in Affirmationskarten, die unterschiedlich interpretiert werden bzw. sogar schwierig sein könnten:


1. Unterschiedliche Werte, Erfahrungen und Sprache berücksichtigen


Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungen, Familienwerte und Vorstellungen davon mit, was Stärke, Erfolg, Gemeinschaft oder Hilfsbereitschaft bedeutet. Deshalb sollten Affirmationen nicht als allgemeingültige Wahrheiten präsentiert werden.


Besser sind Formulierungen, die Auswahl ermöglichen und an konkrete Situationen anknüpfen. Ein Kind kann beispielsweise „Ich traue mich, Fragen zu stellen“ wählen, ein anderes „Ich kann anderen helfen“ oder eine eigene Formulierung entwickeln.


Die Lehrkraft begleitet diesen Prozess, ohne persönliche Wertvorstellungen zu bewerten. Entscheidend sind Freiwilligkeit, Respekt und die Frage, ob eine Aussage für das einzelne Kind glaubwürdig und hilfreich ist.


Das Individuum im Mittelpunkt aller Überlegungen - das ist gleich die Überleitung zur zweiten Herausforderung, wenn man Affirmationskarten im Unterricht einsetzt.


Zum Weiterlesen: Im Beitrag über Diversität im Unterrichtsmaterial geht es darum, unterschiedliche Perspektiven bei der Materialgestaltung mitzudenken.


2. Missverständnisse und individuelle Deutung


1. Beispiel:


„Ich bin perfekt, so wie ich bin.“ klingt zunächst stärkend, kann für manche Kinder aber unglaubwürdig oder sehr absolut wirken. Oft ist eine konkretere Formulierung hilfreicher, zum Beispiel: „Ich darf Fehler machen und trotzdem stolz auf mich sein.“ So bleibt Raum für Selbstakzeptanz und Entwicklung. Diese Affirmation ist dazu gedacht, Selbstakzeptanz und Selbstliebe zu fördern. Allerdings könnte sie auch als Botschaft interpretiert werden, dass man sich nicht weiterentwickeln oder verbessern muss. Ein klassisches Missverständnis, das man ja auch aus Paarbeziehungen kennt: da hört man oft die typische Forderung: "Liebe mich, so wie ich bin!"


2. Beispiel:


Bestimmte Eigenschaften von Menschen oder persönliche Zielvorstellungen wie "Ich bin geduldig." oder "Ich bin stark." klingen erst mal toll. Aber wer ist denn immer geduldig? Und bedeutet übermäßige Geduld nicht auch, dass man manchmal einfach nicht weiter kommt? Und was, wenn man dann zornig wird - ist das dann schon negativ oder vielmehr ein Ausdruck von Zielstrebigkeit?

Du siehst - die Sicht auf die Welt ist sehr individuell und hängt nicht zuletzt vom Charakter sowie dem ab, was im eigenen Kulturkreis als sozial erwünscht oder erstrebenswert gilt.


Affirmationen sind ja eigentlich dazu gedacht, positive und stärkende Botschaften zu vermitteln. Allerdings können manche Affirmationen, je nach Formulierung und Kontext, missverstanden werden, zu persönlich sein oder eben nicht den eigenen Werten entsprechen.


3. Unrealistische Erwartungen und Druck statt positiver Anregung


Hier sind drei Beispiele für Formulierungen in Affirmationskarten, die unterschiedlich interpretiert werden bzw. sogar schwierig sein könnten:

  1. "Ich verdiene nur das Beste." Während diese Affirmation eigentlich dazu gedacht ist, Selbstwertgefühl und Selbstrespekt zu fördern, könnte sie auch als Anspruch oder Berechtigung interpretiert werden, was zu unrealistischen Erwartungen oder Enttäuschungen führen kann.

  2. "Ich bin immer glücklich und positiv." Diese Affirmation könnte den Druck erzeugen, immer glücklich und positiv sein zu müssen, was nicht realistisch oder gesund ist. Es ist normal und wichtig, eine Bandbreite von Emotionen zu erleben, einschließlich negativer Emotionen.

  3. "Ich bin erfolgreich in allem, was ich tue." Diese Affirmation könnte zu hohen Erwartungen und Druck führen und bei Misserfolgen schnell Enttäuschung aufkommen lassen.


Es ist wichtig, bei der Auswahl oder Erstellung von Affirmationen für Kinder oder in einem Klassenkontext darauf zu achten, dass sie positiv, ermutigend und angemessen sind. Sie sollten Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl fördern, ohne jedoch allzu unrealistische Erwartungen zu setzen oder Druck auszuüben.


Wo liegen die Grenzen von Affirmationskarten und wann haben sie keinen Nutzen - oder schaden sogar?


Obwohl Affirmationskarten oft als Werkzeug zur Stärkung des Selbstvertrauens und zur Förderung positiver Denkmuster verwendet werden, sind sie nicht immer effektiv und können in einigen Fällen sogar kontraproduktiv sein. Hier sind einige Gründe dafür:

  1. Unglaubwürdige Aussagen: Affirmationen, die zu weit von der aktuellen Selbstwahrnehmung eines Menschen entfernt sind, können unglaubwürdig erscheinen. Zum Beispiel könnte eine Person, die mit einem geringen Selbstwertgefühl kämpft, Schwierigkeiten haben, eine Affirmation wie "Ich bin wertvoll und geliebt" zu glauben. In solchen Fällen könnten solche Affirmationen eher Widerstand hervorrufen als Selbstvertrauen zu stärken. Hier sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, dass bestimmte Affirmationen, die das Äußere oder die körperlichen Fähigkeiten des Kindes betreffen, sogar beschämend wirken können, wenn sie beispielsweise laut vorgelesen werden. Hier ist es die Aufgabe der Lehrkraft, sensibel zu begleiten und dafür zu sorgen, dass es die Klassengemeinschaft respektvoll mit den Äußerungen der Schüler umgeht.

  2. Vermeidung von negativen Gefühlen: Affirmationen sollen positive Gedanken und Gefühle fördern, aber sie sollten niemals dazu verwendet werden, negative Gefühle zu vermeiden oder zu unterdrücken. Es ist wichtig, negative Gefühle anzuerkennen und zu verarbeiten, anstatt sie einfach durch positive Aussagen zu ersetzen.

  3. Fehlende Handlungen: Affirmationen allein sind oft nicht ausreichend, um das Selbstvertrauen zu stärken oder Veränderungen herbeizuführen. Sie sollten als Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Selbstverbesserung verwendet werden, der auch konkrete Handlungen und Verhaltensänderungen beinhaltet. Es reicht nun mal in der Praxis nicht, eine Affirmation wie "Ich bin mutig" zehn mal laut auszusprechen und dann darauf zu hoffen, dass wie durch Zauberhand eine Veränderung im Alltag eintreten würde. Affirmationen funktionieren immer nur als positive Bestärkung oder Anregung - niemals können sie jedoch einen Ersatz für die reale Umsetzung guter Vorsätze bieten.

  4. Individuelle Unterschiede: Nicht jeder reagiert gleich auf Affirmationen. Während einige Menschen sie hilfreich und ermutigend finden, könnten andere sie als künstlich oder unwirksam empfinden. Es ist wichtig, individuelle Unterschiede und Vorlieben zu berücksichtigen und verschiedene Ansätze zur Stärkung des Selbstvertrauens zu erkunden.

  5. Widerstand von Schülern oder Eltern: Einige Schüler oder Eltern könnten skeptisch oder widerstrebend gegenüber der Verwendung von Affirmationskarten sein. Sie könnten sie als unnötig, ineffektiv oder sogar als Ablenkung vom Lernen sehen. Respektiere diese individuellen Grenzen! Immer! Es wäre pädagogischer Unsinn, auf der Nutzung von Affirmationskärtchen zu bestehen, obwohl man eine deutliche Ablehnung dieser Methode erfährst. Die Beschäftigung mit individuellen Stärken und Schwächen, mit persönlichen Zielen und emotionalen Themen ist schließlich immer potenziell geeignet, Dissonanzen und Abwehrhaltungen hervorzurufen. Die Individualität und Komfortzone eines jedes Kindes (und auch seiner Eltern!) zu respektieren ist beim Gebrauch solcher Methoden unverzichtbar!



Wie kann man Affirmationskarten in der Grundschule mit dem Klassenmaskottchen verbinden?


Affirmationskarten mit dem Klassenmaskottchen zu verbinden ist sinnvoll und erleichtert die Einführung der neuen Methode. Die allermeisten Grundschulkids haben schon eine starke Identifikation und eine emotionale Bindung zu ihrem Klassentier, denn es ist vertrauenswürdig, unterstützt beim täglichen Lernen und sorgt für Begeisterung. In der Arbeit mit positiven Affirmationen bildet es sozusagen eine Brücke zwischen dem, was das Kind sich selbst zutraut und dem positiven Ansporn von außen.


Zudem haben viele Tiere eine symbolische Bedeutung oder Assoziationen, die die Botschaften der Affirmationen verstärken oder verdeutlichen können. Zum Beispiel könnte eine Eule Weisheit und Lernen symbolisieren, ein Löwe steht für Mut und Selbstvertrauen und ein Schmetterling könnte Wachstum und Veränderung darstellen.


Schließlich kann die Verbindung von Affirmationskarten mit Tieren die Kreativität und Fantasie der Schüler anregen. Sie könnten beispielsweise Geschichten oder Szenarien rund um die Tiere und Affirmationen erfinden, ihre eigenen tierischen Kärtchen erstellen oder mit dem Klassenmaskottchen gemeinsam den spannenden Weg der positiven Selbstbeeinflussung durch Affirmationen gehen.


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Weitere Materialien und Ideen rund um die Klassenmaskottchen:



Alles für die Eselklasse:



Klassentier Esel Ideen und Materialien für die Eselklasse in der Grundschule mit dem Klassenmaskottchen
Ideen und Materialien für die Eselklasse in der Grundschule

Fazit und kritische Gedanken zu Trends bei Unterrichtsmaterialien


Die Verwendung von Affirmationskarten im Unterricht kann ein wertvolles Werkzeug zur Förderung von Selbstvertrauen, positiven Denkmustern und emotionaler Resilienz bei Kindern sein.


Kärtchen mit aufmunternden und inspirierenden Sprüchen können dazu beitragen, eine positive und unterstützende Lernumgebung zu schaffen und den Schülern zu helfen, ihre Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und zu schätzen.


Allerdings ist es wichtig, bei der Verwendung von Affirmationskarten im Unterricht sorgfältig und einfühlsam vorzugehen. Nicht alle Affirmationen sind für alle Schüler geeignet, und einige Affirmationen könnten missverstanden werden oder sogar verletzend sein. Es ist also wichtig, die individuellen Bedürfnisse, Erfahrungen und Reaktionen der Schüler zu berücksichtigen und offen für Feedback und Anpassungen zu sein.


Darüber hinaus sollten Affirmationskarten als Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Förderung des sozial-emotionalen Lernens und einer positiven Schulkultur verwendet werden. Sie sollten mit anderen Strategien und Aktivitäten kombiniert werden, die darauf abzielen, das Selbstvertrauen der Schüler zu stärken, positive Beziehungen zu fördern und ein unterstützendes und respektvolles Lernumfeld zu schaffen.


Insgesamt können Affirmationskarten, wenn sie sorgfältig und einfühlsam verwendet werden, eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht in der Grundschule sein.


Ich hoffe, meine Gedanken und Ideen rund um Affirmationskarten in der Grundschule haben dir gefallen und für den eigenen Unterricht inspiriert.


Mir ist wichtig, pädagogische Trends nicht einfach zu übernehmen, nur weil sie gerade überall auftauchen. Entscheidend ist für mich immer die Frage: Hilft diese Idee den Kindern in einer konkreten Unterrichtssituation wirklich?nicht blind auf jeden Trend aufzuspringen, der gerade im #instalehrerzimmer oder in meinem Shop beliebt ist und tausendfach kopiert wird!


Gutes Unterrichtsmaterial ist für mich deshalb nie nur eine schöne Vorlage. Entscheidend ist, wie sinnvoll es eingesetzt wird und welchen konkreten Mehrwert es für die Kinder im eigenen Klassenzimmer hat.


Ich bin gespannt auf dein Feedback und darauf, wie deine Schülerinnen und Schüler auf meine Esel-Affirmationskarten reagieren. Lass es mich gern wissen!


Liebe Grüße,


deine Cindy Seidler







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