Marie Curie Steckbrief kostenlos – Unterrichtsmaterial für Grundschule & Sek I
- Cindy Seidler

- 20. Aug.
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Marie Curie gehört zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte. Sie forschte unter schwierigen Bedingungen, prägte unser Verständnis von Radioaktivität und erhielt als erster Mensch zwei Nobelpreise.
Du möchtest Marie Curie in der Grundschule oder Sekundarstufe behandeln? Hier findest du einen kostenlosen Marie-Curie-Steckbrief als PDF sowie kindgerecht aufbereitete Informationen über ihr Leben, ihre Entdeckungen und konkrete Unterrichtsideen.
Der Beitrag eignet sich besonders für Sachunterricht, Geschichte sowie für erste Einblicke in Physik und Chemie. Gleichzeitig bietet Marie Curies Lebensgeschichte viele Möglichkeiten, über Bildungschancen, Gleichberechtigung, Durchhaltevermögen und Forschergeist zu sprechen.

Marie Curie Steckbrief kostenlos: Wer war Marie Curie?
Marie Curie wurde am 7. November 1867 als Maria Skłodowska in Warschau geboren. Ihre Eltern waren Lehrer und Bildung spielte in ihrer Familie eine große Rolle. Schon früh interessierte sie sich für Naturwissenschaften und wollte unbedingt studieren.
Für Frauen war ein Studium damals jedoch keineswegs selbstverständlich. Marie ging schließlich nach Paris und studierte dort Physik und Mathematik. Dort lernte sie auch den Wissenschaftler Pierre Curie kennen, den sie später heiratete und mit dem sie viele Jahre gemeinsam forschte.
Genau dieser Teil ihrer Biografie macht Marie Curie für Kinder besonders interessant: Was macht man, wenn man etwas unbedingt erreichen möchte, obwohl einem ständig Hindernisse in den Weg gelegt werden? Marie Curie gab nicht auf – und genau deshalb bietet ihre Geschichte weit mehr als ein paar Jahreszahlen für einen Steckbrief.
Marie Curie Steckbrief – die wichtigsten Fakten
Vollständiger Name: Marie Skłodowska Curie
Geboren: 7. November 1867
Geburtsort: Warschau
Beruf: Physikerin und Chemikerin
Ehemann: Pierre Curie
Bekannt für: Forschungen zur Radioaktivität
Entdeckte Elemente: Polonium und Radium
Nobelpreis für Physik: 1903
Nobelpreis für Chemie: 1911
Gestorben: 4. Juli 1934
Marie Curie schrieb Wissenschaftsgeschichte: 1903 erhielt sie gemeinsam mit Pierre Curie und Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik. 1911 folgte der Nobelpreis für Chemie. Damit war sie der erste Mensch, der zwei Nobelpreise erhielt.
Was hat Marie Curie entdeckt?
Marie und Pierre Curie untersuchten Stoffe, die eine besondere Strahlung abgaben. Bei ihren Forschungen entdeckten sie zwei bis dahin unbekannte Elemente: Polonium und Radium. Polonium benannte Marie Curie nach ihrem Heimatland Polen.
Ihre Arbeiten trugen entscheidend dazu bei, Radioaktivität besser zu verstehen. Für den Unterricht muss man dabei natürlich nicht sofort tief in Atomphysik einsteigen. Schon die Frage „Wie kann ein Mensch eigentlich ein neues Element entdecken?“ kann ein wunderbarer Ausgangspunkt für eine spannende Unterrichtsstunde sein.
Eine Wissenschaftlerin gegen viele Widerstände
Marie Curie lebte in einer Zeit, in der Frauen in Wissenschaft und Hochschulen deutlich weniger Möglichkeiten hatten als Männer. Trotzdem studierte sie, forschte weiter und machte Entdeckungen, die weltweit Beachtung fanden.
Nach dem Tod ihres Mannes Pierre setzte sie ihre wissenschaftliche Arbeit fort und übernahm seine Lehrtätigkeit an der Sorbonne. Damit lässt sich ihre Lebensgeschichte wunderbar mit größeren Fragen verbinden: Was bedeutet Gleichberechtigung? Warum hatten Mädchen und Frauen früher andere Bildungschancen? Welche Hindernisse gibt es heute noch? Und was braucht man, um seine Ziele trotz Widerständen zu verfolgen?
Marie Curie und die mobilen Röntgengeräte
Ein besonders spannender Aspekt für den Unterricht ist Marie Curies Einsatz während des Ersten Weltkriegs. Sie half dabei, mobile Röntgeneinheiten aufzubauen. Damit konnten verletzte Menschen näher am Einsatzort untersucht werden.
Aus diesem Beispiel ergibt sich eine tolle fächerübergreifende Frage: Wie kann wissenschaftliche Forschung Menschen ganz konkret helfen? So wird Marie Curie nicht nur als berühmte Forscherin sichtbar, sondern auch als jemand, der wissenschaftliches Wissen praktisch nutzte.
Kostenloser Marie-Curie-Steckbrief für deinen Unterricht
Damit die Beschäftigung mit Marie Curie nicht bei einer bloßen Sammlung von Geburtsdaten und Jahreszahlen endet, ist mein kostenloser Steckbrief bewusst abwechslungsreich aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler können Informationen recherchieren, auswählen und übersichtlich darstellen.
Das kostenlose Unterrichtsmaterial enthält vier Varianten:
eine farbige Version
eine schwarz-weiße Version
eine teilweise vorausgefüllte Variante
eine Variante zum selbstständigen Eintragen
Dadurch kannst du das Material je nach Klassenstufe, Zeitbudget und Leistungsstand unterschiedlich einsetzen. Zusätzlich ist ein kurzer Infotext enthalten, der den Kindern dabei hilft, einen interessanten Steckbrief zu erstellen.
Für welche Klassen eignet sich das Marie - Curie - Material?
Ich würde den Steckbrief vor allem ab der 3. oder 4. Klasse einsetzen. In der Grundschule lässt sich Marie Curie beispielsweise im Sachunterricht im Zusammenhang mit berühmten Persönlichkeiten, Erfindungen und Entdeckungen, starken Frauen oder dem Thema Forschen behandeln.
In der Sekundarstufe kann das Material zusätzlich in Geschichte, Physik oder Chemie eingesetzt werden. Je älter die Schülerinnen und Schüler sind, desto stärker kann die selbstständige Recherche in den Mittelpunkt rücken.
5 Unterrichtsideen rund um Marie Curie
1. Einen Marie-Curie-Steckbrief erstellen
Die Kinder lesen einen kurzen Informationstext oder recherchieren selbstständig und tragen die wichtigsten Erkenntnisse in den Steckbrief ein. Anschließend können die Ergebnisse in Partnerarbeit verglichen werden.
2. Einen Zeitstrahl ihres Lebens gestalten
Geburt 1867, Studium in Paris, Nobelpreis 1903, zweiter Nobelpreis 1911: Aus den wichtigsten Lebensstationen entsteht ein Zeitstrahl. So bekommen Kinder ein deutlich besseres Gefühl dafür, wann Marie Curie lebte und in welchem historischen Umfeld sie forschte.
3. Polonium und Radium unter die Lupe nehmen
Ältere Schülerinnen und Schüler können recherchieren, was Polonium und Radium sind, warum ihre Entdeckung besonders war und woher die Namen der beiden Elemente stammen.
4. Frauen in der Wissenschaft entdecken
Marie Curie eignet sich hervorragend als Einstieg in das Thema Frauen in der Wissenschaft. Die Kinder können weitere Wissenschaftlerinnen recherchieren und anschließend eigene Steckbriefe, Plakate oder kurze Präsentationen gestalten.
5. Was würdest du Marie Curie fragen?
Diese Aufgabe geht über typische Steckbrieffragen hinaus. Statt nur nach Geburtsjahr und Beruf zu fragen, überlegen die Kinder: Was hätte ich Marie Curie persönlich gerne gefragt? Zum Beispiel: Hattest du manchmal Angst, dass deine Forschung nicht funktioniert? Warum hast du nicht aufgegeben? Welche Entdeckung hat dich selbst am meisten überrascht?
Dadurch beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler automatisch intensiver mit der Persönlichkeit hinter den biografischen Fakten.
Warum Steckbriefe mehr sein können als Zahlen und Fakten
Steckbriefe zu Vorbildern, Vordenkern und wichtigen Persönlichkeiten gehören zu den klassischen Aufgaben in der Schule. Sie trainieren Recherche, das Auswählen relevanter Informationen, schriftliches Formulieren und oft auch die mündliche Präsentation.
Spannend werden Steckbriefe aber erst dann, wenn Kinder nicht nur Daten sammeln, sondern versuchen zu verstehen, warum ein Mensch so gehandelt hat, welche Schwierigkeiten es gab und welche Bedeutung seine Arbeit heute noch hat. Genau dafür eignet sich Marie Curie besonders gut.
Weitere berühmte Persönlichkeiten für deinen Unterricht
Wenn dir die Beschäftigung mit Marie Curie gefällt, kannst du daraus wunderbar eine kleine Reihe zu berühmten Persönlichkeiten entwickeln. Auf meinem Blog findest du zum Beispiel auch einen kostenlosen Steckbrief zu Helen Keller sowie einen kostenlosen Steckbrief zu Wolfgang Amadeus Mozart.
Auch der Beitrag Carmen für Kinder zeigt, wie sich berühmte Werke und Persönlichkeiten kindgerecht und erzählerisch in den Unterricht holen lassen.
Häufige Fragen zu Marie Curie
Was hat Marie Curie entdeckt?
Marie Curie und Pierre Curie entdeckten bei ihren Forschungen die Elemente Polonium und Radium. Besonders bekannt wurde Marie Curie durch ihre Arbeiten zur Radioaktivität.
Wie viele Nobelpreise erhielt Marie Curie?
Marie Curie erhielt zwei Nobelpreise: 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie.
Warum ist Marie Curie berühmt?
Marie Curie zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftlerinnen ihrer Zeit. Sie wurde durch ihre Forschungen zur Radioaktivität und die Entdeckung von Polonium und Radium bekannt und war der erste Mensch mit zwei Nobelpreisen.
Wann wurde Marie Curie geboren?
Marie Curie wurde am 7. November 1867 in Warschau geboren.
Für welche Klassen eignet sich ein Marie-Curie-Steckbrief?
Ein kindgerecht gestalteter Steckbrief eignet sich besonders ab Klasse 3 oder 4 und kann bis in die Sekundarstufe hinein verwendet werden. Rechercheumfang und Aufgabenstellung lassen sich leicht an Alter und Leistungsstand anpassen.
Marie Curie kostenlos im Unterricht entdecken
Marie Curie ist viel mehr als eine berühmte Wissenschaftlerin, deren Lebensdaten man für einen Steckbrief auswendig lernen kann. Ihre Geschichte handelt von Neugier, Forschergeist, Bildung, Durchhaltevermögen und davon, sich trotz großer Widerstände nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen.
Genau deshalb ist sie für den Unterricht so spannend. Mit dem kostenlosen Steckbrief kannst du die wichtigsten Fakten sichern und gleichzeitig eine vertiefende Beschäftigung mit ihrem Leben und ihrer Bedeutung anstoßen.
Viel Freude damit!
deine Cindy
Copyright Cindy Seidler / Better Teaching Resources – keine Weitergabe in sozialen Medien, Tauschbörsen oder anderweitige Verbreitung erlaubt.
Cliparts/Illustrationen: Kate Hadfield, Cabosse Designs, Creative Fabrica und Ron Leishman.

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